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Wolfgang Hettler – Würdigung zum Abschluss einer Schiedsrichterkarriere

erstellt von Holger Bergmann zuletzt verändert: 01.09.2016 05:27
Mit dem Schlosspark-Open in Biebrich hat Wolfgang Hettler seine langjährige Schiedsrichterkarriere bei großen Turnieren beendet



Dies ist kein Nachruf und auch kein Abgesang, sondern eine persönliche Erinnerung. Wolfgang Hettler, vielen südhessischen Schachspielern und darüber hinaus als Schiedsrichter bekannt, hat mit dem 28. Schlosspark-Open in Biebrich seine Karriere bei großen Turnieren abgeschlossen. In der kommenden Saison wird er zwar noch einige Einsätze haben, doch das Schiedsrichterdasein in den bekannten Open der Region ist mit dem Abpfiff in Wiesbaden am vergangenen Sonntag beendet.
Der 67jährige Heppenheimer, den ich ob seines lokalen Wirkens als Schachspieler bei Grün-Weiß, FTG Frankfurt und schließlich SK Bad Homburg immer für einen gebürtigen Frankfurter gehalten habe, entschied sich nach Anfängen als nicht sonderlich aktiver, gleichwohl aber lizenzierter Turnierleiter seit den späten 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Prüfung zum Regionalen Schiedsrichter 2001, nun auf diesem Feld Akzente zu setzen. Ich lernte ihn beim gemeinsamen Lehrgang zur Ausbildung Nationaler Schiedsrichter in Ruit bei Stuttgart 2005 erstmals näher kennen.
An die erfolgreiche NSR-Prüfung schloss sich bis zum unlängst erfolgten Abschied eine Schiedsrichter-Karriere bei den großen Turnieren Südhessens an: Karl-Mala-Turnier in Frankfurt-Griesheim, Schloss-Open in Heppenheim, Schlosspark-Open in Wiesbaden und nicht zuletzt das Rhein-Main-Open seines eigenen Vereins SK Bad Homburg. Hinzu kamen die Betreuung kleinerer Veranstaltungen sowie regelmäßige Einsätze in der Punktrunde. In Bad Homburg und in Biebrich führten wir als verantwortliche Schiedsrichter seit einigen Jahren gemeinsam durch die Turniertage.
Während dieser Zeit habe ich Wolfgang als einen liebenswürdigen und zuvorkommenden Menschen kennengelernt, für den eine harmonische Beziehung innerhalb der Turnierorganisation wie zu den Spielerinnen und Spielern im Vordergrund stand. Dass er den Fide-Regeln mit den ihm eigenen Charme dennoch erfolgreich Ausdruck zu verleihen wusste, wissen die, die mit ihm zu tun hatten, allerdings auch. Denn der Wahl-Bockenheimer war bei aller Freundlichkeit gleichwohl ein Gentleman, der darauf bestand, seine Bewertungen und Regelanwendungen mit einem Lächeln auf den Lippen in die Praxis umzusetzen. Dass er als aktiver Spieler den Schachfreund am Brett nie aus dem Blickwinkel verlor, spricht für ihn und erklärt die Wertschätzung zahlreicher Turnierteilnehmer.
Dass Wolfgang Hettler nun für sich die Schiedsrichterrente mit 67 realisiert und aufhört, wenn es am Schönsten ist, ist seine persönliche Entscheidung.
In Erinnerung bleibt eine Folge gemeinsamer Turniererlebnisse mit einem liebenswerten Menschen. Wolfgang Hettler wird in Zukunft also wieder von der Seitenlinie ans Brett wechseln. Dafür wünsche ich ihm in Freundschaft und Respekt das Allerbeste.

Holger Bergmann

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